Podiumsdiskussion: Einzelkämpfer? Politik und Persönlichkeit in 20 Jahre Aufarbeitung des Sports

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und das Zentrum deutsche Sportgeschichte Berlin-Brandenburg laden am 18. November 2011 um 19 Uhr zur Podiumsdiskussion zum Thema »Einzelkämpfer? Politik und Persönlichkeit in 20 Jahren Aufarbeitung des Sports« in der Kronenstraße 5 in Berlin-Mitte.

Immer wieder war es der Initiative und dem vehementen Engagement einzelner Personen zu danken, dass eine Aufarbeitung der Vergangenheit im gesamtdeutschen Sport angestoßen wurde. Mittlerweile legendär ist das Enthüllungs-Buch „Doping-Dokumente“, das die ehemalige Leichtathletin Brigitte Berendonk gemeinsam mit ihrem Ehemann Prof. Werner Franke recherchierte und 1991 vorlegte. Ebenfalls 1991 trat die nach ihrem engagierten Vorsitzenden so benannte »Richthofen-Kommission« an, um eine Selbstreinigung im organisierten Sport zu erreichen. Seit 1998 mussten sich Trainer und Funktionäre des DDR-Sports wegen ihrer Dopingvergehen vor Gericht verantworten.

Nebenkläger und wichtiger Zeuge im Rahmen der Prozesse war Andreas Krieger, der seine 1997 vollzogene Geschlechtsumwandlung u.a. auf das jahrelange Zwangsdoping mit anabolen Steroiden zurückführt. Der langjährige Torhüter des 1. FC Magdeburg Hans-Georg Moldenhauer übernahm 1990 die heikle Aufgabe, den ostdeutschen Fußballverband zu demokratisieren.

Nach einem Einführungsvortrag von Dr. Jutta Braun, Vorsitzende des Zentrums deutsche Sportgeschichte diskutieren BRIGITTE BERENDONK, FREIHERR MANFRED VON RICHTHOFEN, ANDREAS KRIEGER und HANS-GEORG MOLDENHAUER. Moderiert wird die hochkarätige Runde von Michael Barsuhn, Journalist und Geschäftsführer des Zentrums deutsche Sportgeschichte.

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