20 Jahre deutsche Einheit: Die Profi-Fußball-Bilanz des DDR-Fußballs nach der Wende

20 Jahre nach der politischen Einheit zeigt sich der letztjährige DDR-Meister (im NOFV) aus der Hansestadt Rostock als beständigster Vertreter des DDR-Fußballs im gesamtdeutschen Profifußball.

Der FC Hansa Rostock bestritt die gesamten Nachwendejahre in den deutschen Profiligen (1. Bundesliga bis 3. Liga), wovon die Hansa-Kogge zwölf Jahre in der Eliteliga den Osten der Republik vertrat. Auf den Plätzen der inoffiziellen Rangliste folgen der FC Energie Cottbus (14 Spieljahre), FC Carl Zeiss Jena (11), SG Dynamo Dresden (9) und der FC Erzgebirge Aue mit acht Spielzeiten im bezahlten Fußball. Der FC Stahl Brandenburg und der Hallesche FC spielten jeweils eine Serie in der 2. Bundesliga und bilden mit 22 Profispielen das Schlussfeld der Ewigen Tabelle nach 20 Jahren. Weiterlesen

IM Neesken

Der ehemalige DDR-Nationalspieler Gerd Kische wählte als potentieller inoffizieller Mitarbeiter (IM) der Stasi den Namen seines großen Idol.

Ost-Berlin, 13. Juni 1987, das Stadion der Weltjugend ist mit 47.000 Zuschauern ausverkauft. Auf der Ehrentribüne sitzen Erich Honecker und Erich Mielke mit anderen Genossen in der strahlenden Sonne. Trotz der Leichtathletikbahn zwischen dem Spielfeld und der Tribüne ist die Atmosphäre im Stadion großartig und auf der Ehrentribüne ist kein ungebührliches Wort zu hören. Die Fahnen wehen stolz im Wind und die Propagandalosungen sind hübsch an verschiedenen Plätzen im Stadion aufgehängt. Heute Nachmittag findet um 15 Uhr das ostdeutsche Pokalfinale zwischen Lokomotive Leipzig und dem FC Hansa Rostock statt.

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Die Europapokal-Bilanz des FC Hansa Rostock

Der FC Hansa Rostock im Europacup, vor Jahren war das die Wirklichkeit. Zuletzt in der Saison 1991/92 als die Rostocker als letzter DDR-Meister im Europacup der Landesmeister dem FC Barcelona gegenüber standen.

Das Heimspiel gegen die Spanier gewannen die Rostocker vor nur 8.500 Zuschauern im Ostseestadion mit 1:0, verloren aber gegen den späteren Sieger des Wettbewerbs in Barcelona mit 0:3. Insgesamt bestritten die Hanseaten zwölf Europacup-Spiele und errangen dabei fünf Siege. Über die zweite Hauptrunde des jeweiligen Wettbewerbs kamen die Norddeutschen in der Vergangenheit jedoch nicht hinaus. Weiterlesen

Aus Empor Lauter wurde Empor Rostock

Damit keine Missverständnisse aufkommen: Natürlich wurde in Mecklenburg schon immer Fußball gespielt. Auch nach dem 2. Weltkrieg. Anker Wismar aber tanzte in der Saison 1949/50 nur einen Sommer, und danach war Mecklenburg ein weißer Fleck auf der Landkarte des DDR-Oberliga-Fußballs.

Im “Sächsischen” andererseits nahmen sich mit Motor Zwickau, Wismut Aue und Empor Lauter gleich drei Mannschaften gegenseitig die Zuschauer weg. Der Einfall, Empor Lauter aus dem Erzgebirge an die Küste zu verpflanzen, soll von Harry Tisch, später mächtiger Vorsitzender des FDGB, stammen. Dem damals 27jährigen erklärten Fußballfan, Vorsitzender des Rates des Bezirkes Rostock, war es offenbar zu aufwendig, seinem Freizeitvergnügen in Berlin oder noch weiter südlich nachzugehen. Nach langwierigen Verhandlungen mit den Spielern aus Lauter war es Ende Oktober 1954 schließlich soweit. Nach dem amtlichen Ansetzungsplan des DFV sollte Empor Lauter, in jenen Tagen Spitzenreiter der Oberliga, sein fälliges Punktspiel gegen Motor Zwickau am 31. Oktober austragen. Dazu kam es nicht mehr. Lauter war an die Küste verfrachtet worden. Weiterlesen